
Aussenansicht des " Mesa do Castelinho"

Innenansicht des Wehrturms

Vom Schutt der Jahrhunderte zugedeckt - die Kasernenanlage

Blick in die Anlage - - die Ausgrabungen noch nicht beendet

steil abfallende - wehrhafte Terrassen aus römischer Zeit
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Monte Castelinho, Estação Arqueologico:
Inmitten unberührter Natur auf dem Monte Castelinho, ca. 2km von dem Dorf Santa Clara - a Nova entfernt, liegen die Ruinen " Mesa do Castelinho". Hier, auf erhöhten Posten mit Rundumsicht, bauten zuerst die Römer eine Befestigungsanlage, die später von den Mauren erobert und genutzt wurde. Die breiten Mauern und der rechteckige Grundriß des Verteidigungsturms sind gut zu erkennen, ebenso die Aufteilung einer in Sichtweite erichteter Unterkunft, vermutlich für Soldaten.

Und so finden Sie die Strecke:
Die Ausgrabungsstätte erreichen Sie, indem Sie zunächst von der IC 1 (Achse Lissabon - Algarve)ca 22km südlich von Ourique auf die Verbindungsstraße N 393 nach Almodôvar abbiegen. Etwa 1km nach dem Ort Gomes Aires geht es rechts ab nach Santa Clara -a Nova.
Kommen Sie aus Almodôvar, so fahren Sie Richtung Gomes Aires und biegen dann nach ca. 8km links nach Santa Clara -a Nova ab. Das etwas verwitterte Hinweisschild ist gerade noch lesbar.
Im Dorf Santa Clara fahren Sie durch enge Gassen zur Kirche, umrunden diese halb und gelangen dann auf eine Staubstraße, die leicht bergan am Fußballplatz vorbeiführt. Das einzige Schild zeigt "Almarjao" an. Nach etwa 2km geht es links auf einem Feldweg weiter, das Hinweisschild ist mit "Monte Castelinho, Estação Arqueologico" beschriftet. Der Weg endet auf einem Berg direkt an den Ausgrabungen - zuvor führt der Weg noch vorbei en einem zerfallenen Bauernhof aus dem 17./18. Jh.
Wehrturm und Soldatenunterkunft aus römischer Zeit:
Die von einem breiten Graben umgebenen Mauerreste waren Teil eines Wehrturms. Aufgrund des Grundrisses der Räume (sie sind klein mit schmalen Türöffnungen und haben teilweise gemauerte Bänke), der grossen Mauerstärke sowie dem gefundenen Material geht man davon aus, daß das Bauwerk nur militärischen Zwecken diente. Menschen haben hier vermutlich nicht dauerhaft gewohnt.
Da die Römer bei ihren Bauten im Gegensatz zu den Mauren keinen Muschelkalk als Mörtel oder Putz verwandten, können Sie anhand der Zusammensetzung des Mauerwerks gut erkennen, daß die Innenwände und die Fundamente aus römischer Zeit stammen. Von außen sind die Mauern verputzt, was darauf schließen läßt, daß die Mauren in frühislamischer Zeit die vorgefundene Anlage weiter ausbauten.
Wenn Sie auf einem Feldweg hügelabwärts gehen, stoßen Sie auf weitere sehr gut erhaltene neue Ausgrabungen, dem Grundriß nach wohl eine kasernenähnliche Unterkunft. Die steil abfallenden Terrassen um den Hügel herum sind schon von den Römern errichtet worden.
Funde belegen, dass die Anhöhe schon mindestens ab dem 4.Jh. v.Chr. besiedelt war und von den Römern nach Errichtung der Wehranlage ca bis zu 3./4.Jh.n.Chr. gehalten wurde. Die Mauren dürften die Anlage dann etwa im 8.Jh. ausgebaut haben.
Heute ist die hügelige Landschaft menschenleer, die Ausgrabungsstätten sind nicht eingezäunt und auch nicht beschriftet. In unmittelbarer Nähe befindet sich lediglich die Ruine eines verlassenen Bauernhofes - in Sichtweite sind weitere Ruinenfelder zu erkennen. Mag sein, das der Untergrund noch die eine oder andere Überraschung für die Archäologen bereit hält. Die Ausgrabungen sind offensichtlich noch nicht abgeschlossen.
Der Rückweg führt Sie wieder über das Dorf Santa Clara -a Nova zur N 393.
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