Almodôvar

Online-Reiseführer Alentejo                 ©  Marlene Bunge-Kersten und Hans-Joachim Bunge

An der Grenze zur Algarve, abgeschirmt von den Bergen der Serra do Caldeirão, liegt die Kreisstadt Almodôvar - ca 4.000 Einwohner und Verwaltungszentrum des gleichnamigen Kreises (ca 9.000 EW) mit seinen Gemeinden

Almodôvar,
Gomes Aires,
Rosário, Santa Clara-a-Nova,
Santa Cruz,
São Barnabé,
Senhora da Graça de Padrões und
Aldeia dos Fernandes.



Das convento - Kloster São Francico

Karte

Sie ist zu erreichen aus Richtung Algarve über die landschaftlich sehr schöne N 2 von São Brás de Alportel / Algarve, oder auch über die besser ausgebaute, jedoch landschaftlich nicht so beeindruckende IC 1(Achse Lissabon-Algarve). Ca 22 km vor Ourique können sie schon rechts nach Almodôvar abbiegen - die Strasse ist jedoch zum Teil extrem schlecht und vor allem mit einem Kleinwagen nur bedingt befahrbar! Wer schnell und stressfrei ankommen will, nimmt daher den Umweg über Ourique und Castro Verde in Kauf.

Bereits im Jahr 1285 bekam der Ort die Stadtrechte, damals noch unter dem Namen "Povoa de Almodôvar". Aus dieser ursprünglichen Bezeichnung werden arabische Wurzeln vermutet.

moderne Eisenplastik ..
.. und wilde bombeiros

Einen Rundgang durch die Stadt starten Sie am besten bei dem Kloster = convento, gleich daneben befindet sich die Post. Das "convento" -siehe grosse Bild oben - ist mehrfach ausgeschildert.
In den Wohnstraßen dieser Gegend gibt es genug Parkplätze - dagegen ist es im Ortskern recht eng. Das 1680 gegründete Franziskanerkloster macht einen recht baufälligen, ungepflegten Eindruck. Der Kreuzgang, der sehenswert sein soll, ist Touristen nicht zugänglich.
Näher ansehen sollten Sie sich die sehr interessante überdimensionale Plastik aus zusammengeschweißten Metallteilen, die am Ende der Straße einen Kreisverkehr schmückt (wenn Sie vor dem Kloster stehen befindet sich die rotunda linkerhand). Ein ähnliches Kunstwerk (antikes Feuerwehrauto mit "wilden" bombeiros )steht vor dem Gebäude der örtlichen Feuerwehr - Ihrem nächsten Anlaufpunkt.



Gehen Sie an der Post vorbei auf die Hauptstraße und dort Richtung Süden bis zur nächsten Kreuzung. Zu den "bombeiros" geht es links ab, gleichzeitig ist auch die "ponte romana" angezeigt, die ca 200 m hinter dem Gebäude der Feuerwehr liegt. Diese ursprünglich römische Brücke über den Fluß Cobres ist sehr gut erhalten, was auf umfangreiche Renovierungsarbeiten schließen läßt. Vermutlich sind nur noch die Fundamente "römisch", später haben die Mauren daran "gewerkelt" und der jetzige Zustand dürfte aus dem späten Mittelalter stammen. Romantischen Flair hat sie dennoch.



Nun geht es in den Ortskern, der sich um die Hauptkirche herum gruppiert. Die aus dem 18.Jh. stammende große weißgekalkte Kirche sehen sie schon von weitem. Sie können das Gebäude auf einer Ringstraße umrunden und durch die Seitenstraßen bummeln. Zu dem zentralen Platz der Stadt, der Praça da Republica, gelangen Sie, wenn Sie nach rechts (Richtung Süden) gehen. Auf dem neu gestalteten Platz halten die Bewohner in den Cafes oder auf den Bänken ihren Plausch, bei unserem Besuch herrschte reges Treiben.



Die angrenzende Bibliothek, in der auch ein Museum untergebracht ist, war allerdings (Januar 2002) geschlossen - ebenso sie die Touristeninformation. Auch ein Schild mit Öffnungszeiten suchten wir vergebens.

Schlendern Sie nun zurück zum Auto und machen Sie einen Ausflug zu der 2km entfernten Wallfahrtskirche Santo Amaro. Sie liegt auf einem Hügel, von dem Sie einen phantastischen Panoramablick über den Alentejo bis Beja haben und auch Almodôvar von oben überblicken können. Die Zufahrt befindet sich an der N 393. Fahren Sie zur Hauptkirche und biegen Sie hinter der Kirche ortsauswärts rechts ab. Nach kurzer Zeit geht es wiederum rechts ab, ausgeschildert ist der Ort Gomes Aires. Etwa 1km hinter der Ortsgrenze führt eine schmale Teerstraße dann hinauf zur Wallfahrtskirche.

Die Wallfahrtskirche Santo Amaro ..
.. und darunter die Weite des Alentejo


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